Seminar Nr. 130/2016 (Seminarreihe)

Wenn der Elefant ein Panzer sein kann

 

Arbeiten mit (traumatisierten) geflohenen Kindern und ihren Familien
 

 

- verschoben auf 2018 -

 

Zielgruppe:
Fachkräfte aus der Eltern- und Familienbildung und -beratung, aus Familienzentren und Kitas, Fachberatungen und andere Interessierte

 

Ziel:
Die Teilnehmenden werden in die Lage versetzt, Ressourcen von (traumatisierten) geflohenen Kindern und ihren Familien zu erkennen und zu nutzen. Sie beraten sich kollegial und vernetzen ihre Kompetenzen und ihr Wissen. Sie erarbeiten, wie Einrichtungen sich verändern müssen, um angemessen auf die Bedarfe von geflohenen Familien eingehen zu können. Sie werden sicherer in der Arbeit mit (traumatisierten) Kindern und ihren Familien und erkennen Grenzen der eigenen Handlungsfähigkeit.

 

Inhalt:
In den ersten sechs Monaten 2016 wurden 396.947 Asylanträge in Deutschland gestellt, davon ca. ein Drittel (29%)  von Kindern unter 16 Jahren. Fast drei Viertel dieser Kinder war unter 11 Jahren alt, also im Krippen-, Kindergarten- und Grundschulalter. Damit sind Einrichtungen der Eltern- und Familienbildung und -beratung, Familienzentren und Kitas gefordert, sich auf diese Kinder einzustellen, die  unterschiedlichste Ressourcen und Erfahrungen mitbringen.

Die Seminarreihe ist praxisorientiert und 
• liefert Fakten und Hintergründe über geflohene Kinder und ihre Familien in Deutschland,
• vermittelt Grundlagen der Traumapädagogik,
• befähigt zu Handlungskompetenz im Umgang mit traumatisierten Familiensystemen,
• führt zielgruppenspezifisch in die Diskussion um interkulturelle Öffnung und Kompetenz ein
• stellt Beispiele guter Praxis und interkulturelle Materialien vor,
• ermöglicht den kollegialen Austausch und das Knüpfen von Netzwerken,
• benennt politischen Handlungsbedarf

 

Thematische Inhalte der einzelnen Module:

Modul 1: Daten und Fakten zu geflohenen Familien, Herausforderungen für Einrichtungen, interkulturell geöffnet und kompetent zu arbeiten, interkulturelle Kommunikation

Modul 2: Grundlagen der Traumapädagogik, Ansätze gelingender Kooperation mit stress- und traumaerfahrenen Kindern und deren Familien, Netzwerke nutzen, Selfcare

Modul 3: ressourcenorientierte Zusammenarbeit mit Eltern, Grundlagen vorurteilsbewusster Bildung und Erziehung, Beispiele guter Praxis, Materialien

 

Arbeitsformen:
Input, Kleingruppenarbeit, Fallbeispiele, kollegialer Austausch, Materialvorstellung, Filme



Referentinnen:
Petra Baumgärtner, freiberufliche systemische Beraterin, Therapeutin und Supervisorin mit langjähriger Erfahrung in der Arbeit mit traumatisierten Kindern und Erwachsenen im interkulturellen Kontext

Sabine Kriechhammer-Yağmur, Referentin für Eltern- und Familienbildung, interkulturelle Trainerin, Paritätisches Bildungswerk BV

sowie ggfs. Gäste zu einzelnen Seminaren, z.B.:
Judit Costa, Referentin im Netzwerk Kinderrechte der National Coalition zur Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention

Verantwortlich: Sabine Kriechhammer-Yağmur

 

Eine Anmeldung ist nur für alle drei Seminare gemeinsam möglich.

 

Die Zahl der Teilnehmenden ist auf 16 begrenzt.
Die reine Veranstaltungszeit pro Seminar beträgt 19 Zeitstunden.

Bitte fordern Sie ab Oktober 2016 die ausführlichen Bewerbungsunterlagen an.

Die Seminare können auch als Inhouse-Veranstaltung gebucht werden.

 

Termine:  
13.-15.12.2017
14.-16.02.2018
18.-20.04.2018      


Zeiten: 
1. Tag: 10:30–18:00 Uhr
2. Tag: 9:00–18:00 Uhr
3. Tag: 9:00–15:30 Uhr
jeweils 60 Minuten Mittagspause, je 15 Minuten Kaffeepause am Vor- und Nachmittag)


Veranstaltungsort:
 hoffmanns höfe, Frankfurt am Main
Teilnahmebeitrag: EUR 900,– inkl. Tagesverpflegung
Übernachtung:  siehe linkhoffmanns höfe


Anmeldeschluss: 15.09.2017

 



Kontakt:
Paritätisches Bildungswerk Bundesverband e.V.
Heinrich-Hoffmann-Straße 3
60528 Frankfurt am Main
phone 069/6706-272 oder -219, Fax: 069/6706-203
mailfobi@pb-paritaet.de

 

 


linkAnmeldung

 

 

 

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