Zertifikatskurs Nr. 309/2018

Fachkraft Vielfalt/Antidiskriminierung



 

Zielgruppe:
Fachkräfte aus Einrichtungen der Eltern- und Familienbildung, Kindertagespflege, Hort, Fachberatungen
 


Inhalte:
Auf Druck der Europäischen Union und mit erheblicher Verspätung besteht in Deutschland seit 2006 ein gesetzlicher Schutz vor Diskriminierung. Gesetze beschreiben unser Zusammenleben im Idealfall. Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) beschreibt und schützt ganz bestimmte Merkmale, aufgrund derer in Deutschland kein Mensch benachteiligt werden darf.
(Wie) Findet das AGG Eingang in unsere Einrichtungen? Wissen Fachkräfte genügend darüber? Was ist überhaupt Diskriminierung? Und wie kann ich dagegen vorgehen? Auf welchen Ebenen kann diskriminiert werden? Wie komme ich zu meinem Recht und kann Kolleg*innen, Eltern oder Kindern zu ihrem verhelfen?
Immer wieder berichten Fachkräfte, dass sie sich eine umfassende Unterstützung in der Umsetzung einer diskriminierungsarmen und bewusst gegen Ausschlüsse stehenden Einrichtung wünschen. Und dass sie die Möglichkeit brauchen, mit anderen an ihren Haltungen zu arbeiten, um Selbst- und Fremdbilder zu überprüfen. Daher haben wir diesen Zertifikatskurs entwickelt, in dem Sie in neun Modulen zur Fachkraft Antidiskriminierung werden.
Die Module folgen der Logik des AGG. Im ersten Modul wollen wir die Arbeitsgrundlage schaffen und uns mit den Konzepten Diskriminierung und Intersektionalität und dem AGG selbst vertraut machen. In den Modulen zwei bis acht werden die einzelnen Merkmale des AGG gesondert betrachtet und vertieft. Zwischen den Modulen werden Aufgaben bearbeitet und Regionalgruppentreffen durchgeführt, um den Reflexions- und Lernprozess zu erhalten und Netzwerke zu knüpfen. Im letzten Modul findet das Abschlusskolloquium statt.

Alle Module sind analog aufgebaut und beinhalten neben Inputs Phasen der Selbstreflexion und des Praxistransfers. Wir entwickeln gemeinsam Handlungsstrategien für Teams, in der Zusammenarbeit mit Eltern und Institutionen und schärfen den Blick auf (politische) Strukturen und konkrete Gegebenheiten in den Einrichtungen, die Ausschlüsse zur Folge haben. Zwischen den Modulen gibt es Praxisaufgaben und selbst organisierte Regionalgruppentreffen.

Teilnahme an allen Modulen zum Erwerb des Zertifikats obligatorisch. Beim Kolloquium muss über eine Abschlussarbeit nachgewiesen werden, wie der Ansatz in der eigenen Einrichtung umgesetzt wurde. Zwischen den Modulen finden Regionalgruppentreffen statt, deren Termine individuell vereinbart werden.

 

Termine/Themen:
Modul 1: 13.-15.6.2018 Grundlagen: Intersektionaler Ansatz, Antidiskriminierung, rechtl. Rahmen AGG
Modul 2: 3.-5.9.2018 Gender
Modul 3: 5.-7.11.2018 Behinderung
Modul 4: 9.-11.1.2019 Sexuelle Identität
Modul 5: 10.-12.4.2019 Alter
Modul 6: 23.-25.9.2019 Religion/Weltanschauung
Modul 7: 27.-29.11.2019 Rassismus
Modul 8: 20.-22.1.2020 Sprache, Herkunft
Modul 9: 1.-3.4.2020 Abschlusskolloquium

 

 

Dozent_innen: Melike Çınar, Sabine Kriechhammer-Yağmur, Marc Melcher u.a.

Termine: Beginn 13.06.2018 Ende: 03.04.2020

Ort: Aqualux, Bad Salzschlirf, Hessen

Kosten: 2250 € gesamt, davon 1440 Teilnahmebetrag plus 810 € ÜN und Vollverpflegung

Anmeldeschluss: 15.04.2018

 



Kontakt:
Paritätisches Bildungswerk Bundesverband e.V.

Büro Berlin
Oranienburgerstr. 13/14, 10178 Berlin
Telefon 030/24636474
Emailstruck@pb-paritaet.de 


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