Zukunftswerkstatt Jungen*arbeit Frankfurt am Main Nr. 250-2026
Praxis sichtbar machen → Bedarfe identifizieren → Perspektiven entwickeln → Qualifizierung gestalten
Termin: 09.12.2026 Frankfurt am Main
Zielgruppe:
Fachkräfte, die mit Jungen* und männlichen Jugendlichen arbeiten – insbesondere aus der Offenen Kinder- und Jugendarbeit, Schulsozialarbeit, den Hilfen zur Erziehung, Beratung und weiteren Bereichen der Kinder- und Jugendhilfe.
Veranstaltungsbeschreibung:
Die Zukunftswerkstatt Jungen*arbeit Frankfurt bringt Fachkräfte aus unterschiedlichen Arbeitsfeldern zusammen, um Erfahrungen sichtbar zu machen, Bedarfe zu identifizieren und gemeinsam Perspektiven für die Weiterentwicklung der Jungen*arbeit in Frankfurt zu entwickeln.
Wie kann geschlechterreflektierte Jungen*arbeit dazu beitragen, Gewalt vorzubeugen und Geschlechtergerechtigkeit zu fördern? Wie können Fachkräfte mit einengenden Männlichkeitsbildern arbeiten? Und was braucht es, um Jungen*arbeit in Frankfurt wirksam und nachhaltig weiterzuentwickeln?
Diesen Fragen widmet sich die Zukunftswerkstatt Jungen*arbeit Frankfurt a.M. am Mittwoch, den 9.12.2026 im Haus der Jugend in Frankfurt am Main.
Ausgangspunkt ist die Umsetzung der Istanbul-Konvention in Frankfurt am Main. Sie nimmt neben dem Schutz vor Gewalt auch deren Prävention in den Blick – und damit die Auseinandersetzung mit Geschlechterrollen, stereotypen Vorstellungen von Männlichkeit und Verhaltensweisen, die Ungleichheit, Diskriminierung und Gewalt begünstigen können. Im Frankfurter Umsetzungsbericht zur Istanbul-Konvention (2025) wird dieser Ansatz im Handlungsfeld E 49 (2) „Gewaltprävention und Empowerment durch geschlechterreflektierende Jungen*arbeit“ ausdrücklich aufgegriffen.
Geschlechterreflektierte Jungen*arbeit setzt hier an: Sie eröffnet Jungen* und männlichen Jugendlichen Räume, Männlichkeitsanforderungen zu reflektieren, vielfältige Lebensentwürfe zu entwickeln, Grenzen wahrzunehmen und respektvolle sowie gewaltfreie Beziehungen zu gestalten.
Gemeinsam Jungen*arbeit in Frankfurt weiterentwickeln
Solidarisch wollen wir Erfahrungen und bestehende Ansätze sichtbar machen, aktuelle Herausforderungen diskutieren und Perspektiven für die Jungen*arbeit in Frankfurt entwickeln.
Inhalte:
Im Mittelpunkt stehen Fragen wie:
Was bedeutet geschlechterreflektierte Jungen*arbeit im pädagogischen Alltag?
Wie gehen wir mit traditionellen und einengenden Männlichkeitsvorstellungen um?
Welche unterschiedlichen Bedingungen bestehen in Offener Kinder- und Jugendarbeit und im schulischen Kontext?
Welche Rolle spielen unterschiedliche Lebenslagen und intersektionale Perspektiven?
Welche Räume und Angebote brauchen Jungen*?
Welche Rolle kann de stadtweite Jungen*arbeitskreis dabei übernehmen?
Eure Erfahrungen sind gefragt: Die Ergebnisse der Zukunftswerkstatt bilden die Grundlage für eine anschließende zweitägige Fortbildung „Geschlechterreflektierte Jungen*arbeit als Beitrag zur Gewaltprävention“ im Februar/März 2027. Die Themen und Qualifizierungsbedarfe dafür werden gemeinsam mit den Teilnehmenden erarbeitet.
Arbeitsweise:
Kurze fachliche Inputs wechseln sich mit moderierter Gruppenarbeit, Reflexion und kollegialem Austausch ab. Im Mittelpunkt stehen konkrete Erfahrungen, Fragen und Herausforderungen aus der Praxis.
Gefördert durch:
In Kooperation mit:
Referent:
Olaf Jantz, Dipl. Päd., Jungenbildungsreferent bei mannigfaltig e.V. – Institut für Jungen- und Männerarbeit Hannover)
Moderation und Co-Referent:
Marc Melcher (Paritätisches Bildungswerk Bundesverband e.V., Fokus Jungs – Fachstelle für Jungen*arbeit in Hessen)
Veranstaltungsort:
Haus der Jugend, Frankfurt am Main
Seminarzeiten:
von 09:30–16:30 Uhr
Teilnahmebeitrag:
Für die Teilnehmenden entstehen keine Kosten.
Sie haben Fragen? Melden Sie sich gerne bei uns!
Nora Brand
Seminarorganisation Fachliche Fortbildung
Marc Melcher
Bildungsreferent
Fachliche Fortbildung, Eltern- und Familienbildung, Leitung Fachstelle Jungenarbeit Hessen und Projekt „1coolermove“
Eine Absage muss schriftlich erfolgen. Bis 4 Wochen vor Seminarbeginn entstehen keine Kosten; bis 2 Wochen vor Seminarbeginn erheben wir eine Bearbeitungsgebühr von 30,- €. Bei später eingehenden Absagen oder Nichtteilnahme am Veranstaltungstag erheben wir den vollen Teilnahmebeitrag.
Die vollständigen AGB finden Sie hier.
Letzte Aktualisierung: 18.09.2026
