Seminar Nr. 308-2027
Verloren im Feed? – Medien-Konsum in der Kinder- und Jugendarbeit gut begleiten
Termin: 18.05.2027 - 19.05.2027 in Frankfurt am Main
Zielgruppe:
Fachkräfte aus der Kinder- und Jugendarbeit ab Grundschulalter sowie aus der Jugendbildungsarbeit
Inhalte:
Was Jugendliche im Internet sehen und wie sie Informationen über die Welt aufnehmen, verändert sich immer schneller. Aussehen und Logik der Kurzvideos sind immer im Wandel, gerade weil Takt und Dauer des Konsums stark zunehmen. Dadurch vergrößert sich auch die Distanz zwischen den Welten, in denen sich Jugendliche und Erwachsene online bewegen. Desinformation, Verschwörungsideologien, Hate Speech und rechtsextreme Inhalte tauchen in den Feeds unzähliger Jugendlicher auf; wenn Fachkräfte der politischen Jugendbildung und -arbeit die Entwicklung mitbekommen, ist es oft schon zu spät. Es wird also immer schwieriger, Jugendlichen Medienkompetenz zu vermitteln – während es gleichzeitig immer wichtiger wird.
Mit dieser Fortbildung knüpfen wir an den Lebenswelten der Jugendlichen an. Um die Entwicklung Jugendlicher gut zu begleiten und mit ihnen über Politik zu sprechen, muss man ihre Realität verstehen. Das war schon immer so, ist aber durch das Aufkommen und die rasante Entwicklung Sozialer Medien mit neuen Schwierigkeiten verbunden. Wie kann man im Angesicht von TikTok, KI-generiertem Content und wöchentlich neuen Trends einen Überblick behalten und nah an den Jugendlichen dranbleiben?
Der Workshop zeigt daher nicht nur den aktuellen Stand der Kultur sozialer Medien, sondern ihre Funktionsweise jenseits von schnelllebigen Trends. Wir bleiben praxisnah und verwenden Methoden, die ihr für eure Arbeit mit Jugendlichen übernehmen könnt. Wir vermitteln Verständnis für jugendliche Lebensrealitäten, schauen aber auch kritisch auf die zugrundeliegenden Entwicklungen: Wie funktioniert TikTok, was ist attraktiv an KI-Slop, wie agieren antidemokratische Akteure online, wie kann man die Jugendlichen auf Augenhöhe in ihrem Social Media Konsum unterstützen, ohne sie zu bevormunden?
Wir vermitteln Methoden für die Arbeit zu Themen wie Desinformation und Hassrede und zeigen alternative Strategien der Mediennutzung in eurer Arbeit auf.
Ziele:
Selbstreflexion der Fachkräfte hinsichtlich der eigenen gesellschaftlichen Position von Vorurteilen, aber auch von eigenen Diskriminierungserfahrungen
Erarbeiten einer gemeinsamen Arbeitsdefinition von Rassismus als Grundlage für gemeinsame Haltung im Team
Entwicklung von Handlungsstrategien im Umgang mit rassistischen Aussagen von Kindern
Praxisübungen zu Diskriminierungsschutz (an eigenen Beispielen)
Arbeitsformen:
Die Fortbildung verbindet fachlichen Input mit Reflexionsphasen, Gruppenarbeiten, Fallbesprechungen und praxisnahen Übungen. Eigene Erfahrungen und Fragestellungen der Teilnehmenden werden aufgegriffen und bearbeitet. Ziel ist die Entwicklung konkreter Handlungsmöglichkeiten für die Gestaltung gelingender Übergänge im pädagogischen Alltag.
Referent:innen
Paul Schierle, Politikwissenschaftler, Bildungsstätte Alte Schule Anspach (basa e.V.) Arbeitsschwerpunkte: Digitalisierung, Klimagerechtigkeit und Demokratiebildung.
Dr. Anna Maria Krämer, Politikwissenschaftlerin. Bildungsstätte Alte Schule Anspach (basa e.V.) Arbeitsschwerpunkte: Diversitätssensible und diskriminierungskritische Bildung, kritische historische Bildung, Digitalisierung sowie Klimagerechtigkeit.
Veranstaltungsort:
hoffmanns höfe, Frankfurt am Main
Seminarzeiten:
1. Tag: 10:00-17:00 Uhr, 2. Tag: 09:00-16:00 Uhr
Teilnahmebeitrag:
360,- € (inkl. Tagesverpflegung)
Sie haben Fragen? Melden Sie sich gerne bei uns!
Jasmin Fellmann
Seminarorganisation
Fachliche Fortbildung
Sarah Volk
Bildungsreferentin
Fachliche Fortbildung, Eltern- und Familienbildung und Projekt „1coolermove“
Es besteht die Möglichkeit, im Seminarhaus zu übernachten. Bei Interesse buchen Sie bitte Ihre Übernachtung mit Frühstück direkt bei der Tagungsstätte hoffmanns höfe. Auch Abendessen kann individuell gebucht werden. E-Mail: info@hoffmanns-hoefe.de
Eine Absage muss schriftlich erfolgen. Bis 4 Wochen vor Seminarbeginn entstehen keine Kosten; bis 2 Wochen vor Seminarbeginn erheben wir eine Bearbeitungsgebühr von 30,- €. Bei später eingehenden Absagen oder Nichtteilnahme am Veranstaltungstag erheben wir den vollen Teilnahmebeitrag.
Die vollständigen AGB finden Sie hier.
Letzte Aktualisierung: 30.06.2026
